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Historische Friedhöfe

Alsheim

Jüdischer Friedhof

Der jüdische Friedhof, der sich östlich des Ortes an der Einmündung der Gimbsheimer Straße in die Bundesstraße 9 befindet, steht als schützenswertes Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Die jüdischen Gemeinden in Gimbsheim, Mettenheim und Alsheim haben ihn, im Jahr 1896 angelegt.  Zuvor wurden seit 1840 die Toten der Jüdischen Gemeinde Alsheim auf dem jüdischen Friedhof in Osthofen beigesetzt. Auf dem jüdischen Friedhof von Alsheim fanden auch die in Mettenheim und Gimbsheim verstorbenen jüdischen Gemeindemitglieder ihre letzte Ruhestätte.
Die Friedhofsfläche beträgt 6,38 ar. 

 

Alsheimer Friedhofspark

Der historische Friedhof der Alsheimer Heidenturmkirche lohnt einen Besuch. Die Gräber wurden 2013 aufwendig restauriert. Auf dem im 19. Jahrhundert erweiterten Friedhof haben sich wie auf nur wenig anderen rheinhessischen Friedhöfen Grabsteine des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts erhalten, die zusammen mit der parkartigen Flora die Anlage zu einem außergewöhnlichen Ort der Besinnung machen. Es ist ein magischer Ort, ein Ort der Stille. Die Grabmale aus Stein greifen die Formensprache des 19. Jahrhunderts auf: Kränze und Schalen mit Blumen und Früchten balancieren auf Grabsteinen, filigrane Ranken aus Efeu, Eichenblätter und Rosen umschlingen Stelen in der Form eines Baumstammes, halb versunkene Kreuze erählen von der Vergänglichkeit der Zeit. Der Friedhof ist zu einem Märchengarten geworden.

Der Alsheimer historische Friedhof wird nicht mehr für Beerdigungen genutzt. Im Frühjahr ist der Friedhofspark ein Schneeglöckchen-Meer und im Sommer spenden alte Bäume kühlen Schatten.

Quelle: Heidenturmkirchen Rheinhessen, EKHN, November 2011

Mettenheim

Der historische Friedhof befindet sich in der Kirchgasse und wurde am 28. August 1828 eingeweiht. Er ist einer der ältesten und größten Friedhöfe im Landkreis Alzey-Worms.

In den hundert Jahren seiner Nutzung haben ca. zwölf verschiedene Steinmetze in einmaliger Ausgestaltung der Grabstätten schützenswerte Kunstwerke geschaffen. Etwa 100 Grabsteine stammen aus der Zeit von 1828 bis 1930.Bemerkenswert sind Symbolik und Grabpoesie.

Der Friedhof wird von einer Mauer mit Tor umfasst.

Die Gemeinde Gimbsheim ist über 1200 Jahre alt und wurde erstmalig im sogenannten Lorscher Codex 767 erwähnt.

Auf kulturhistorische Begebenheiten weisen noch heute Gebrauchsgegenstände und Bilder hin. Die ältesten Funde stammen aus der Tertiär- und Eisenzeit. Ein besonderer Fund sind die Reste einer aus dem Jahr 760 stammenden Schiffsmühle, die im Jahr 1992 aus einem Kiesweiher geborgen wurde.

Die Gründung der Gemeinde "Gimminsheim", wie Gimbsheim früher hieß, erfolgte vermutlich schon um das Jahr 500 nach Christi.