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Museen

Museen sorgen für die Wissensvermittlung und dafür, dass wichtige Dinge aus der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten. Sie sind Orte der Forschung, der Bildung und des aktiven Aneignens von Wissen. Sie sind aber auch Orte zum Innehalten oder der Begegnung. In den Museen der Verbandsgemeinde Eich sollen sich die Besucherinnen und Besucher wohl fühlen, junge und alte Menschen zusammenkommen und sich über spannende Dinge aus der Vergangenheit oder der Gegenwart austauschen können – das verbindet und sorgt für ein gemeinsames kulturelles Verständnis.

In diesem Sinne legen wir Ihnen den Besuch des Verbandsgemeindemuseums Eich und des Tagelöhnerhäuschens in Gimbsheim und des Heimatmuseums in Eich ans Herz.

Museum der Verbandsgemeinde Eich

Das Museum im ehemaligen Storchenschulhaus in Gimbsheim ist eines der erfolgreichsten und bekanntesten ehrenamtlich geführten Museen in Rheinland-Pfalz. Es besteht aus drei Themenräumen und einem Raum für Wechselausstellungen. Das Storchenschulhaus wurde in den 1830er Jahren gebaut und ist ein typisches Beispiel für die frühen klassizistischen Bruchsteinbauten in Rheinhessen.

Neben Vorträgen, wechselnden Kunst- und Sonderausstellungen an den Museumstagen werden Führungen durch die Orte und Gemarkungen der Verbandsgemeinde Eich durchgeführt.

  • Im Eiszeitraum ist unter anderem ein Mammutskelett zu sehen.
  • Im Archäologieraum sind vor allem römische und fränkische Funde ausgestellt sowie Deutschlands älteste, frühmittelalterliche Schiffsmühle aus dem 8. Jahrhundert, die in Gimbsheim entdeckt worden ist.
  • Im Bereich Arbeitsleben des 19. und 20 Jahrhunderts werden die für die Altrheinlandschaft typischen Berufe gezeigt.
  • Im Museumscafé steht das Originalmobiliar eines ehemaligen Gimbsheimer Cafés mit Jukebox aus dem Jahr 1959.

Das Wallhäuser-Häuschen

Das Wallhäuser-Häuschen ist die Außenstelle des VG-Museums und ein ehemaliges Tagelöhnerhäuschen in der Uhlandstraße 1.

Viele hundert Jahre wurde es von Tagelöhnern bewohnt. Nachdem es seit den 1980iger Jahren leer stand und zu zerfallen drohte, hat es die Besitzerfamilie Stampp  in jahrelanger, mühseliger Arbeit liebevoll restauriert und zu musealen Zwecken der Öffentlichkeit seit 2008 zugänglich gemacht.  Heute ist es eine Außenstelle des Museums der Verbandsgemeinde Eich. Öffnungszeiten und Führungen auf Anfrage.

Die restaurierten Räume des Hauses aus dem späten 18. Jahrhundert können auf Anfrage, sowie zu festen Terminen und immer am Eröffnungstag einer neuen Ausstellung im Verbandsgemeindemuseum besichtigt und so eindrückliche Einblicke in die Lebenswelt früherer Zeiten gewonnen werden.

Heimatmuseum Eich

Hier befinden sich liebevoll zusammengestellt eine Sammlung von Alltags- und Handwerksgegenständen, Knochenfunde aus der Eiszeit (Mammut) und einige historische Funde. Öffnungszeiten und Führungen auf Anfrage.

Das Heimatmuseum Eich ist in der Gernsheimer Straße 31 in 67575 Eich.

 

Aktuelle Ausstellung im VG-Museum:

SCHWIMMEN

Die Ausstellung präsentiert das Schwimmen in vielen Aspekten und in unterschiedlichster Darstellungsweise.
Die Malerei von Karin Haase hat einen satten Farbauftrag, lässt aber vieles im Ungewissen und überlässt dem Betrachter viel Freiheit. Viele der Gemälde in Blau- und Grüntönen scheinen harmlose Strandszenen zu zeigen, oft werden sie nach längerem Betrachten unheimlich und eröffnen neue Interpretationsebenen. Die lebens- bis überlebensgroßen Tonskulpturen von Christine Hach zeigen Schwimmerinnen, die schwebend und kraftvoll durchs Wasser zu gleiten scheinen, Wasser ist ihr Element, die Arme sind oft schon zu Flossen oder Flügeln geworden. Auch sie sind interpretationsoffen. Ertrinken ist die Kehrseite vom Schwimmen, auch das ist ein gemeinsamesThema der Skulpturen und der Malerei: Ophelia, Abtauchende, Untergehende, Gestrandete sind nach längerem Betrachten zu finden. Um den Kampf mit dem Wasser und das Glück im Wasser zu schweben geht es auch in den rauhen und sparsam aquarellierten Kohlezeichnungen von Christine Hach. Karin Haases Malereiserie "Puppenspiel" befasst sich mit Kindheit und Erwachsenwerden.

Eine weitere Ausstellung befindet sich im Archäologieraum im ersten Stock des VG-Museums. Reinhart Buettner hat eine filigrane Installation aus 4 kleinen Tischen mit Stühlen, einer zentralen Lampe und 100 Miniaturzeichnungen aufgebaut und sie wirkt zwischen den Frankensärgen und der Schiffsmühle, als hätte sie schon immer dagestanden. Die Zeichnungen sind kaum 10 mal 10 Zentimeter groß und wunderschön je zu 25 pro Tisch in antiquiert anmutenden Mappen in Ruhe und sitzend zu studieren. Thematisch ist diese Installation von Schwimmen unabhängig, es finden sich jedoch immer wieder Anknüpfungspunkte, die amorphe Formen im Erdgeschoss oder auch das Wasserthema aufnehmen.

Die Ausstellung ist bis zum 24.11. sonntags von 14-18 Uhr und nach Vereinbarung (06249 6394) zu sehen.


Vergangene Ausstellungen: