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Willkommen am AltrheinErlebnisPfad

Liebe Besucher, 

der AltrheinErlebnisPfad wurde auf Initiative der Verbandsgemeinde Eich für Sie entwickelt. Erleben Sie die Einmaligkeit des Natura 2000-Gebietes „Eich-Gimbsheimer Altrhein“. An verschiedenen Stationen erhalten Sie Informationen über die Bedeutung dieser besonderen Landschaft und der hier lebenden Tier- und Pflanzenarten.

Die Beobachtungshütte nördlich des Feuerwehrgerätehauses in Eich ermöglicht Ihnen einen ersten Blick auf den Lebensraum Wasser und Schilfröhricht. Auf dem Beobachtungsturm am Altrheinsee erhalten Sie einen weiten Blick auf den großen Kiessee im Westen und unausgekieste Restflächen des früheren Altrheines mit dem Schilfgebiet „Meerwasser“ im Osten. Von hier aus können Sie auch regelmäßig Enten, Gänse und Taucher beobachten, welche den großen See als Nahrungsraum, Rast- und Überwinterungsgebiet nutzen. Immer wieder führt der Weg an Relikten der früheren Altrheinlandschaft mit Röhrichten, Flachwasserbereichen und Auwaldbeständen vorbei. Auf dem alten Bahndamm schließlich bewegen Sie sich mitten durch den Altrhein. Insbesondere hier können Sie viele typische Vogelarten des Schilfgebietes hören und sehen.

Das Besondere am Eich-Gimbsheimer Altrhein

Die ca. 300 ha großen Verlandungsröhrichte des „Eich-Gimbsheimer Altrhein“ zählen zu den größten zusammenhängenden Schilfbeständen Südwestdeutschlands. Die Kernfläche des Schutzgebietes wird neben den Verlandungsröhrichten von Stillwasserflächen, Großseggenbeständen sowie weiteren Pflanzengesellschaften kalk- und nährstoffreicher Niedermoorflächen geprägt. Im Randbereich befinden sich feuchte Pfeifengraswiesen, Weidengebüsche und kleinere Bruchwälder. Größere offene Wasserflächen finden sich in fast allen Teilen des Schutzgebietes. Die durch den Kiesabbau entstandenen größeren Wasserflächen haben für eine Reihe rastender und überwinternder Zugvogelarten eine europaweite Bedeutung.

Auch aus vogelkundlicher Sicht ist das Gebiet wichtig. Es ist Brutgebiet seltener und spezialisierter Vogelarten wie Purpurreiher, Rohrschwirl, Drossel- und Schilfrohrsänger, Rohrweihe, Wasserralle, Blaukehlchen und Beutelmeise, die auf Schilfgebiete angewiesen sind. Viele bedrohte Libellenarten, wie z.B. die Gefleckte Smaragdlibelle oder sehr seltene Schneckenarten wie z.B. die Bauchige Windelschnecke wurden im Gebiet nachgewiesen. Die Population der Knoblauchkröte ist die bedeutendste in Rheinhessen. Auch weitere streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Amphibienarten wie der Kammmolch haben hier ihren Lebensraum.

Floristische Besonderheiten stellen das Vorkommen der Glanz-Wolfsmilch, sowie die Bestände der Binsenschneide, einer europaweit bedeutsamen Pflanzengesellschaft dar.

Welche Flächen stehen unter Schutz?

Der Eich-Gimbsheimer Altrhein hat den höchsten Schutzstatus in Deutschland und der EU. Das Natura 2000-Gebiet beinhaltet das Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet (FFH) und das Vogelschutzgebiet (VSG) mit einer Größe von 667 ha. Das Vogelschutzgebiet deckt sich weitgehend mit den FFH-Gebietsgrenzen. Den Kern des Natura 2000–Gebietes bildet das Naturschutzgebiet „Eich-Gimbsheimer Altrhein“ (274 ha).

Die 10 Stationen:

Auf den Infotafeln des Rundwanderweges werden zehn Stationen kurz beschrieben. Diese können Sie auf ihrem weiteren Rundweg entdecken und erfahren, welche großartige Tier- und Vegetationswelt Sie hier erwartet. Tauchen Sie ein in das Erlebnis des AltrheinErlebisPfades!

Die Beschreibung der 10 Stationen finden Sie hier:

Stationen 1 + 2   Stationen 3 + 4  Stationen 5 + 6  

Stationen 7 + 8  Stationen 9 + 10

Archäologische Funde

Auf dem 6,1 km langen AltrheinerlebnisPfad im Naturschutzgebiet „Eich-Gimbsheimer Altrhein“ finden Sie  nicht nur eine einzigartige Flora und Fauna. Beim Sand- und Kiesabbau im Altrhein wurden Mitte der siebziger Jahre Legionärshelme, eine Bronzekanne aus dem 1. Jahrhundert nach Christus (Museum Worms), römische Münzen und ein Schiffsanker geborgen. Diese Funde lassen auf einen ehemals befestigten römischen Militärhafen am Altrhein schließen. Außerdem gilt Eich als einer der wichtigen Fossilienfundorte aus dem Jung-Pleistozän wie z.B.  der Schädel eines Wollnashorns und Steppenwisents (Naturhistorisches Museum Mainz) und Teile eines Mammutskeletts (Museum Eich und VG-Museum Gimbsheim).

Dieses Angebot wird im Rahmen des Entwicklungsprogramms PAUL unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten gefördert. Europäische Union Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete. Das Projekt ist gefördert von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz aus Mitteln der GlücksSpirale.